Populäres Vorurteil: Fastfood ist minderwertige Nahrung.

Ein Greuel sind sie dem ein oder anderen Zeitgenossen, die Boulette, der Hamburger, der Döner, die Currywurst und die Pommes frites.
Da wird der Niedergang der Esskultur beschworen und den Kassandrarufern, denen die ganze Nation zu fett isst, sind sie ein
willkommenes Scheusal. Haben sich fremde (Un-)Kulturen unserer bemächtigt, um uns mit ihren minderwertigen Gaumenüberlistugen den Garaus zu machen?
Zunächst einmal kann von fremden Kulturen kaum die Rede sein: Der Hamburger stammt - wie der Name schon vermuten lässt - aus Hamburg.
Alle anderen Versuche, den Namen zu erklären, sind eindeutig widerlegt worden. Aus Berlin stammt gleich ein ganzes Sortiment von Fastfood-Erzeugnissen:
die Boulette (Frikadelle), die Currywurst und der Döner Kebap. Nun gut, letzterer wurde von einem türkischen Einwanderer aus der Taufe gehoben.
Die Pommes frites haben im benachbarten Belgien ihre Heimstatt, während die Mayonnaise eine spanische Kreation ist.
Lediglich Ketchup ist eine fernöstliche Erfindung, die aber ihren Weltruhm einem Pfälzer verdankt, der ihn in Pittsburgh im Weltmaßstab produziert.
[weiter]
|