Populäres Vorurteil:
Foodwatch legt die Finger in die Wunden der Lebensmittelproduktion.
[Einleitung]

ACRYLAMID-Fritten
Besonders betroffen von diesem krebserregenden Stoff sind Pommes frites, Bratkartoffeln, Kartoffelchips, Knäckebrot und verschiedene Gebäcke.
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Acrylamid ist eine Substanz, die in Lebensmitteln immer entsteht, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind: Anwesenheit von Stärke,
Anwesenheit der Aminosäure Asparaginsäure und Erhitzung auf mindestens 120ºC. Die beiden ersten Voraussetzungen sind bei Kartoffeln und
Getreide immer gegeben. Das entsprechende Erhitzen ist eine jahrhundertealte Kulturtechnik und betrifft neben den gehassten Pommes frites genauso
Bratkartoffeln oder Weihnachtsplätzchen. Im dargestellten Zustand der Fritten wird man Acrylamid übrigens vergeblich suchen. Erst beim Frittieren
in der heimischen Friteuse entsteht diese Substanz in nennenswerten Mengen.
Acrylamid, das auch in Tabakrauch nachgewiesen werden kann, hat im Tierversuch bei Ratten Krebszellen erzeugt. Es ist aber ein Unterschied, ob man Ratten mit
isoliertem Acrylamid füttert oder ob ein Mensch ein Lebensmittel zu sich nimmt, in dem Spuren von Acrylamid enthalten sind. Tatsache ist, dass wir seit
Jahrhunderten solche Lebensmittel verzehren, ohne dass ein gesundheitlicher Schaden aufgefallen wäre. Dass unser Organismus immer wieder Appetit auf solche Erzeugnisse
hervorruft, lässt zumindest den Anfangsverdacht aufkommen, dass sie ihm mehr Nutzen als Schaden zufügen. Ansonsten hätten wir wohl im Laufe der
Evolution eine Abneigung entwickelt. Inzwischen gibt es Studien, die den Anfangsverdacht erhärten, dass keine Krebsgefahr besteht.
Wenn es eine Krebsgefahr durch Acrylamid geben sollte, wären die Fritten in (guter) Gesellschaft mit vielen anderen Lebensmitteln. Die Gefahr ist aber sehr unwahrscheinlich
und daher eigentlich kein Grund zum Alarm.
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