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Populäres Vorurteil:
Foodwatch legt die Finger in die Wunden der Lebensmittelproduktion. [Einleitung]

ANTIBIOTIKA-Fisch
Viele Fische kommen heute aus Aquakulturen. Diesen Tieren werden mit dem Futter ständig Antibiotika verabreicht, um Salmonellen oder Choleraerreger zu unterdrücken. [16]

Den Betreibern von Aquakulturen hängt das Schmuddelimage nach wie vor an, obwohl sie in den letzten Jahren erheblich dazu gelernt haben. Der durchschnittliche Antibiotika-Einsatz in Lachsfarmen ist in den fünfzehn Jahren von 1987 bis 2002 um 99,8% zurückgegangen bezogen aufs Kilogramm Fisch. [17]

Dass Salmonellen und Vibrionen (Choleraerreger) in der Land- und Seewirtschaft bekämpft werden, ist ein Gebot der Vernunft. Die Gefahr, die durch bakterielle Infektionen ausgeht, ist sehr viel größer als die durch Umweltgifte oder Antibiotika. Beim Fischverzehr ist nur das Verschlucken von Gräten ähnlich relevant.

So wie Rinder und Schweine seit Jahrhunderten domestiziert werden, gehen wir nun auch dazu über, Fische zu domestizieren. Sicher sind im Laufe dieser recht jungen Entwicklung manche Fehler unterlaufen, aus denen aber schnell gelernt wurde. Für die Sicherung der Ernährung unserer Bevölkerung und auch für den Erhalt der wild lebenden Fische ist die Entwicklung von Aquakulturen ein Weg in die richtige Richtung. Mit Büffel- und Wildschweinjagd ließe sich unsere Bevölkerung auch nicht mehr sättigen.

Die größte Gefahr beim Verzehr von Fisch aus Aquakulturen ist die, eine Gräte zu verschlucken und daran zu ersticken. Es besteht kein Grund zum Alarm.


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Erstellt am 29. Oktober 2004, zuletzt geändert am 02. April 2008 © Jürgen Krüll, Berlin-Schöneberg.
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