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Campylobacter:

Charakteristika:
Campylobacter sind gramnegative spiralförmig gekrümmte, bewegliche, nichtsporenbildende Stäbchen. Sie sind obligat mikroaerophil (5...10% O2) und katalasepositiv. Der bedeutenste Vertreter, Campylobacter jejuni hat sein Temperaturoptimum bei 42°C (C. fetus bei 25°C) und ist nur im Temperaturbereich von 32 bis 46°C vermehrungsfähig. pH-Werte zwischen 5,5 und 8,0 sind zur Vermehrung zwingend, das Optimum liegt bei 6,5 bis 7,5.

Stoffwechsel:
Sie verwerten Aminosäuren. Kohlenhydrate werden nicht verstoffwechselt. Sie sind in der Lage, Schwefel zu Sulfid zu reduzieren.

Lebensmittelwirtschaftliche Bedeutung:
Sie sind in der Lebensmittelwirtschaft unerwünscht. Campylobacter gehören zur natürlichen Darmflora vieler (Wasser-) Vögel, aber auch von Säugetieren. Eine Infektion von Geflügelfleisch und Rohmilch ist ebenso möglich wie von Badegewässern. Sie vermehren sich im Allgemeinen nicht in Lebensmitteln, überleben dort aber bis zu mehrere Monate.

Pathologische Bewertung:
C. jejuni ist hoch infektiös. Es reichen bereits 500 Keime, um - insbesondere bei Kindern und jungen Erwachsenen - eine Infektion hervorzurufen. Mit zunehmenden Alter sinkt die Anfälligkeit. C. jejuni ist ebenso wie C. coli ein Enteritiserreger, der Fieber sowie Kopf- und Muskelschmerzen als Begleiterscheinungen hervorruft. In wenigen Fällen kann als Spätfolge das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) auftreten. Auch werden weitere mögliche Spätfolgen diskutiert (Artritis, Reiter-Krankheit, Miller-Fisher-Syndrom).





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Erstellt am 02. September 2001, zuletzt geändert am 01. März 2009 © Jürgen Krüll, Berlin-Schöneberg.
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