Legionella:

Charakteristika:
Legionellen sind gramnegative, meist bewegliche sporenbildende Stäbchen. Sie sind aerob.
Sie vermehren sich vorzugsweise im Wasser bei Temperaturen von 5 bis 50°C. Erst Temperaturen über 60°C wirken letal.
Die Sporen überleben Temperaturen von über 90°C. Häufig vermehren sich Legionellen auch in im Wasser lebenden Amöben.
Stoffwechsel:
Sie verwerten keine Kohlenhydrate.
Lebensmittelwirtschaftliche Bedeutung:
Legionellen sind gefürchtete Trinkwasserkontaminaten, die vor allem in Warmwassersystemen auftreten.
Pathologische Bewertung:
Eine Infektion erfolgt im Allgemeinen nicht oral, vielmehr werden Trinkwasseraerosole respirativ aufgenommen.
Sie sind Verursacher der Legionärskrankheit (L. pneumophila) und der Pittsburgh-Pneumonie (L. micdadei).
Diese Pneumonien (Lungenentzündungen), begleitet von Fieber (40°C) und Schüttelfrost befallen hauptsächlich über 50 Jahre alte Männer und verlaufen in über 15% der Fälle tödlich.
Das ebenfalls von Legionellen verursachte Pontiac-Fieber ist wesentlich harmloser. Diese pneumoniefreie Erkrankung heilt zumeist untherapiert.
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