Mykobakterium:

Charakteristika:
Mykobakterien sind schwach grampositive unbewegliche Stäbchen.
Aufgrund eines hohen Lipidanteils in der Zellwand, wird die wässrige Farblösung kaum angenommen.
Sie sind aerob und säurefest.
Diese leicht gebogenen Bakterien messen 1 bis 10µm
Länge und eine Breite von ca. 0,2 bis 0,6µm.
Es existieren über 50 Spezies.
Stoffwechsel:
Sie sind in der Lage, Kohlenwassertoffe (n-Alkane) zu oxidieren.
Lebensmittelwirtschaftliche Bedeutung:
Sie sind in der Lebensmittelwirtschaft nicht erwünscht. Einige Spezies sind hochpathogen für Hoftiere und/oder Menschen.
Insbesondere in der Milchwirtschaft sind sie gefürchtet. Durch Pasteurisation werden Tuberculoseerreger deaktiviert.
Die Erreger der Paratuberculose können eine Pasteurisation überleben.
Pathologische Bewertung:
M. africanum, M. bovis, M. microti und M. tuberculosis
sind als Erreger der Tuberculose bekannt.
Weltweit sind etwa 20 Millionen Menschen an offener Tuberculose erkrankt, vor allem in Asien, Afrika und Lateinamerika.
Die Zahl der Erkrankungen nimmt zu. Ein Zusammenhang mit HIV-Infektionen wird diskutiert.
M. leprae ist der Erreger der Lepra.
Weiter Spezies gelten als humanpathogene nichttuberkulöse Mykobakterien (MOTT).
M. paratuberculosis ist der Erreger der letal verlaufenden Johnschen Krankheit beim Rind.
Erkrankte Kühe scheiden den Erreger auch mit der Milch aus.
Möglicherweise ist dieser Keim auch Erreger der Darmerkrankung Morbus Crohn beim Menschen.
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